Workshop für den wissenschaftlichen Nachwuchs an Schweizer und LERU Universitäten

Die Universität Genf organisiert einen internationalen und interdisziplinären Workshop zu Forschungsevaluationen in den GSW. Er richtet sich an Nachwuchsforschende in Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich mit der Frage auseinander, wie Forschungsprojekte, aber auch die Ergebnisse von Forschung in diesen Disziplinen angemessen evaluiert werden können.  Dazu wird auch die Frage angesprochen, wie Forschungskarrieren bspw. im Rahmen von Beförderungsverfahren selbst evaluiert werden. Nach dem Workshop wird ein SPOC (small private open course) zum Kursinhalt erstellt und  zugänglich gemacht.

Im Workshop werden die Teilnehmenden mit den verschiedenen Dimensionen der Forschungsevaluation vertraut gemacht. Evaluationsprozesse sind fester Bestandteil der Forschung: Vor der Veröffentlichung werden Publikationen von Gutachtern und/oder Verlegern geprüft. Die eigene Forschungsleistung trägt direkt oder indirekt zum Ruf der Universität bei. Bei Bewerbungen wird der Lebenslauf zur Bewertung des Kandidaten analysiert. Es ist daher besonders wichtig, dass Nachwuchsforschende die Bedeutung von Evaluationen für ihre zukünftige Karriere und die Auswirkungen von Evaluationen auf ihre Institution kennen.

Sind Evaluationen in den GSW spezifisch? Wie werden Forschungskarrieren evaluiert? Was steht im Kontext von akuten Budgetrestriktionen dabei für Forschungsinstitutionen auf dem Spiel? Eines der Leitthemen des Workshops wird die grundsätzliche und für die GSW typische Frage nach der Qualität von Evaluationen sein, und ob es eine solche überhaupt geben kann. Die Teilnehmenden werden gemeinsam Evaluationskriterien für qualitativ hochstehende Forschung erarbeiten und über die spezifischen Eigenheiten der GSW nachdenken. Aus dieser Arbeit werden vielleicht angemessenere Instrumente zur Projekt- und Karriereevaluation hervorgehen.

Der Workshop findet im Rahmen des Forschungsprogrammes SUK P-3 «Performances de la recherche en sciences humaines et sociales (2013-2016)» statt, zu dessen Zielen die Förderung innovativer Methoden auf diesem Gebiet gehört. Call for participation and preliminary programme hier (in Englisch)

Ansprechperson: Dr. Laure Ongois Zaugg (service-recherche@unige.ch).