Theologische Forschung im Kontext der Geistes‐ und Sozialwissenschaften. Instrumente zur Dynamisierung der Forschungserträge ad intra und ad extra im Horizont der Nachwuchsförderung

Das Projekt schließt an das an den Universitäten Freiburg und Luzern durchgeführte Projekt „Ressourcen-basiertes Instrument zur Abbildung geisteswissenschaftlicher Forschung am Beispiel der Theologie“ (SUK P-3) an. Es geht aus von der Feststellung folgender Schwierigkeiten und weiterführender Aufgaben (Punkte 1 und 2) und ergänzt diese mit weiteren Aspekten (Punkte 3 und 4)

  1. Die Mitglieder der beteiligten Fakultäten waren hauptsächlich durch Einzelinterviews an dem Projekt SUK P-3 beteiligt. Für die Rezeption der Resultate im Gesamten bedarf es der aktiven Förderung und Begleitung. Das Projekt setzt bei der Wertschätzung für vorhandene Forschungsbeiträge an und will dazu beitragen, die Forschungserträge besser sichtbar zu machen:
    1. durch Austausch der Forschenden untereinander
    2. durch Austausch mit anderen Wissenschaftsbereichen der Universität
    3. durch Entwicklung nachhaltig praktizierbarer und in andere Wissenschaftsbereiche transferierbarer Formen der Forschungskommunikation in Verbindung mit einer Forschungsevaluation.
  2. Das Projekt SUK P-3 hat gezeigt, dass das Selbstverständnis der Theologie im aktuellen Kontext der Wissenschaften wenig reflektiert ist und dass es kontroverse Positionen gibt, die zu einem sehr fruchtbaren Austausch führen können. Diese Diskussion wird innerhalb der Fakultät weitergeführt werden.
  3. Die große Zahl von Doktorierenden der Fakultät bieten ein reiches Potential für den Austausch mit jungen Theologinnen und Theologen, die im Bereich der Forschung tätig sind und die „Kriterien guter Forschung im Bereich der Theologie“ unmittelbar in ihren Dissertationsprojekten anwenden können, verbunden mit einer Einübung in Forschungsevaluation.
  4. Vernetzung mit bestehenden Projekten und Initiativen:
    1. Doktoratsprogramme der Fakultät
    2. Konsultationsprozess an der Yale University, USA: „Theology Today“
    3. SNF-Forschungsprojekt (eingereicht) „Erklären und Verstehen? Die duale Hermeneutik von Geistes‐ und Naturwissenschaften und ihre Konsequenzen für die Theologie“, das (mit oder ohne Genehmigung durch den SNF) in Zusammenarbeit mit der Forschungsassistentin Sabina Ingold die Reflexionen zum Selbstverständnis theologischer Forschung begleiten wird.

 

Das Projekt geht in zwei Etappen vor, die teilweise miteinander verschränkt sind:

Im ersten Projektjahr steht die Verankerung des Projekts innerhalb der Theologischen Fakultät im Vordergrund: Forschende der Fakultät entwickeln kreative Wege der Forschungskommunikation, in deren Rahmen auch die Forschungsevaluation ihren Platz erhält: Was sind die Stärken meines Projekts? Welches Publikum kann ich im universitären Raum und darüber hinaus erreichen? Auf welche Weise kann dies geschehen? etc.

Im zweiten Projektjahr steht der Austausch im größeren Horizont der Wissenschaftsgemeinschaft im Zentrum:

  1. durch intensiveren Austausch mit anderen Theologischen Fakultäten
  2. mit verstärktem Einbezug des wissenschaftlichen Nachwuchses
  3. unter Würdigung der ökumenischen Vielfalt theologischer Reflexionsformen
  4. durch den Austausch mit anderen Disziplinen der Universität im Bemühen um „best practices“ im Bereich der Forschungskommunikation und -evaluation
  5. durch eine besondere Aufmerksamkeit für internationale Kontexte, die eine Ausrichtung theologischer Forschung auf eine kommunikative und kontextuelle Theologie fördern helfen.

 

Projektleiterin:   Prof. Dr. Barbara Hallensleben, Theologische Fakultät der Universität Freiburg

                          barbara.hallensleben@unifr.ch

Mitarbeiterin:    Ruth Langner, ruth.langner@unifr.ch