Software-Anwendung zur Analyse und Visualisierung von Forschungsleistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften

Ziel des Implementationsprojektes ist es, aufbauend auf Ergebnissen der SUK-Programm-P-3-Initiative „Ressourcen-basiertes Instrument zur Abbildung geisteswissenschaftlicher Forschung am Beispiel der Theologie“ eine Software-Anwendung zu entwickeln, die Forschungsprofile sowie die Qualität der Forschung einzelner Forschender und Forschungseinrichtungen abbildet. Bisherige Software zur Analyse und Visualisierung von Forschungsleistungen stützt sich fast ausschliesslich auf publikations- und zitationsbasierte Daten. Die im Implementationsprojekt „Software-Anwendung zur Analyse und Visualisierung von Forschungsleistungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften“ erarbeitete Software-Anwendung soll neben diesen Datenquellen gezielt weitere Datenquellen in die Auswertungen einbeziehen, die zur Sichtbarmachung von Forschungsleistungen in geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen geeignet sind. Ausgehend von dem in der oben genannten Initiative erarbeiteten Kriterienset für gute Forschung in der Theologie werden geeignete Indikatoren zur Evaluation von Forschungsleistungen des Faches in seiner Breite sowie passende Visualisierungsformen gewählt. Das heisst, das Implementierungsprojekt ist zunächst eng mit den Ergebnissen der Initiative verknüpft. Die Software soll 2016 auch zu ersten Auswertungen mit Testdaten aus der Theologie dienen. Gleichwohl soll die Software-Anwendung von Anfang an für eine Erweiterung und Anpassung an Spezifika anderer Disziplinen ausgelegt sein. Die Software wird der Öffentlichkeit als open-source-software und kostenfrei bereitgestellt. Nutzer (z.B. Forschungs-einrichtungen und Universitäten) können die Software zur Evaluation und Visualisierung ihrer Forschung, sowohl zur internen Steuerung als auch zur Darstellung der Forschung nach aussen, nutzen. Dabei können sie Einstellungen nach eigenen Bedürfnissen verändern oder die Anwendung gezielt weiterentwickeln. Das Projekt wird an der Universität Luzern durchgeführt.